Kunstausstellung in der WAMA

 

 

Noch im April nach Ostern konnte die Ausstellung mit Werken in den Kunstsparten Zeichnung und Malerei im Kiezladen der Möglichkeiten WAMA im Kosmosviertel realisiert werden.

Es werden Werke zweier Künstlerinnen gezeigt, die sich im Kosmosviertel schon seit längerem engagieren: zum einen Mangas, die mit Zeichenprogrammen am Computer entstanden sind, zum anderen Gemälde, die als Acrylpouring bezeichnet, durch Fließ- und Gießtechniken hergestellt wurden.

Silvia und ihre Tochter Helena Athina haben das Projekt der Ausstellung hierbei über den Aktionsfond, unterstützt durch das Quartiersmanagement im Kosmosviertel, realisiert.

 

Das Bild zeigt die Künstlerinnen Helena_alias Fuminu und Silvia mit von ihnen geschaffenen Werken im Kiezladen WAMA.

Helena alias Fuminu und Silvia präsentieren von ihnen geschaffene Werke im Kiezladen WAMA (Foto: Michael Schweitzer)

 

Helena, ihr Künstlername ist Fuminu, hat für die Ausstellung eine Reihe ihrer Manga-Werke zur Verfügung gestellt, die sie mit Zeichenprogrammen am Computer anfertigte. Silvia, beruflich bei den Berliner Verkehrsbetrieben tätig, hat Werke beigesteuert, die sie in der Maltechnik des Acrylpourings in ihrer Freizeit angefertigt hat. Hierbei spielen verschiedene Gieß- und Fließtechniken eine Rolle.

 

Das Arrangement der Kunstwerke im Ausstellungs- und Veranstaltungsraum des Kiezladens erfolgte durch die Mitarbeiter der WAMA im Beisein der Künstlerinnen. Am 14.04.2021 waren beide Künstlerinnen zudem in der WAMA und gaben zu ihren Arbeiten und zu ihren Motivationen bei der Schaffung ihrer Kunstwerke ein Interview.

 

Interview mit Fuminu

 

Wie heißt Du und wie alt bist Du?

Fuminu:  Ich bin Helena und werde dieses Jahr am 19. Mai 24 Jahre alt!

Wie kamst Du zur Kunst?

Fuminu:  Dank Sailor Moon, die eine Zeitlang auf Viva im Fernsehen lief, kam ich mit 12 Jahren an die Stilrichtung des ‚Mangas‘. Mich hatten die Möglichkeiten und die Farben dieser Kunst einfach damals überwältigt.

Woher nimmst Du Deine Inspirationen?

Fuminu:  Aus der Musik, kombiniert mit meinen eigenen Gefühlslagen.

Worum geht es in Deinen Bildern?

Fuminu:  Sie sind eine kurze Flucht aus meinen Depressionen, die bunten Farben helfen mir aus der mir grau erscheinenden Welt zu entkommen. Manchmal ist es aber auch die für mich einzige Möglichkeit, meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

 

Interview mit Silvia

 

Wie bist Du dazu gekommen?

Silvia:  Ich habe 2017 in Youtube per Zufall Künstler im Pouring-Medium ihre Bilder entwerfen sehen und wollte mich dann ebenso daran Versuchen.
Beim Pouring-Medium geht es um ein Gießverfahren, bei dem ein Medium, Acryl-Farbe, anhand verschiedener Techniken auf einer Leinwand aufgetragen wird und bei dem durch das Hin- und Herbewegen die Fließrichtung und die Verteilung der Farben beeinflusst werden. Es ist bis heute immer eine Überraschung, was aus meinen Bildern wird, und das finde ich am schönsten, auch wenn es am Ende nicht das geworden ist was es werden sollte.

Woher nimmst Du Deine Inspirationen?

Silvia:  Zum einen aus den verschiedenen Techniken, die man anwenden kann, zum anderen daraus, dass es manchmal auch andere Kunstwerke oder schöne Blumen sind.

Worum geht es Dir in Deinen Werken?

Silvia:  Um sehr viel Spaß an den Farben. Ebenso kann man wunderbar entspannen und Druck vom Alltag abbauen.

Braucht unsere Gesellschaft die Kunst?

Silvia:  Ja, auf jeden Fall! Ein Leben ohne Kunst wäre kein schönes Leben, egal welche Kunst.

 

Geplant ist außerdem, eine Open-Air-Ausstellung der Manga-Zeichnungen von Helena im Kosmosviertel zu realisieren. So können auch in Zeiten der durch Corona angeordneten Einschränkungen im Besucherverkehr innerhalb von Räumlichkeiten alternative Möglichkeiten geschaffen werden, die Kunstwerke für ein größeres Publikum dennoch zugänglich zu machen.

 

Ein Termin für eine Vernissage für die im Kiezladen WAMA ausgestellten Werke steht noch nicht fest und ist von zukünftigen Lockerungen der Vorgaben zur den Kontaktbeschränkungen wegen Corona abhängig. Dies gilt ebenso für den Besucherverkehr.

 

Den nötigen Abstand zu den anderen Mitbürgern einhaltend, können jedoch im Schaufenster des Kiezladens, Ortolfstraße 206b, von außen einige der Kunstwerke betrachtet werden. Hierbei werden mit der Zeit wechselnde Anordnungen durch die Mitarbeiter des Kiezladens vorgenommen, um das Kunstspektrum sichtbar zu machen.

 

Das Bild zeigt das Manga mit dem Titel lulululu.

Ein Manga mit dem Titel “lulululu”.

 

Das Bild zeigt eines der Werke, die mit der Technik des Acrylpourings entstanden sind.

Eines der Werke, die mit der Technik des Acrylpourings entstanden sind, im Ausstellungsraum des Kiezladens WAMA.

 

Das Bild zeigt das Manga mit dem Titel "Summertime".

Ein anderes Manga mit dem Titel “Summertime”.

 

Das Bild zeigt ein anderes der im Kiezladen WAMA ausgestellten Werke, die mit der Technik des Acrylpourings entstanden sind.

Ein anderes der im Kiezladen WAMA ausgestellten Werke, die mit der Technik des Acrylpourings entstanden sind.

 

Detlef Kirstein

Kiezladen WAMA