Baum-Präsentation

 

heute: Die Klee-Ulme

 

Die Klee-Ulme, die auch den Namen Lederstrauch trägt, bildet meist nur mehrstämmige Kleinbäume aus, oft ist sie nur strauchartig von Gestalt. Ihre Heimat ist Nordamerika, wo sie vom südöstlichen Kanada bis nach Florida, und von dort über Nordmexiko bis nach Kalifornien verbreitet ist.

Im Gegensatz zu dem, was ihr Name suggeriert, ist sie weder mit dem Klee (Fam. Schmetterlingsblütler) noch mit den wirklichen Ulmen (Fam. Ulmengewächse) verwandt. Dagegen ist die Klee-Ulme über die Familie der Rautengewächse mit den Zitrusgewächsen, wie der Zitrone oder der Orange, verwandt.

Die Früchte sind Flügelnüsse von scheibenartig runder Gestalt (Bild 1). Die Früchte der Klee-Ulme sehen denen der echten Ulmen ähnlich, bei denen ebenfalls der Samen in der Mitte der Frucht liegt und von einem rundlichen Flügel umgeben ist. Die scheibenförmigen Flügelnüsse werden auch als Samara bezeichnet. Sie werden nach der Reife ab dem Herbst vom Wind ausgebreitet. Die Flugfrüchte riechen angenehm nach Zitrusfrüchten.

 

Das Bild zeigt die Früchte der nordamerikanischen Klee-Ulme. Diese sind Flügelnüsse von scheibenartig-runder Gestalt.

Bild 1: Die Früchte der nordamerikanischen Klee-Ulme sind Flügelnüsse von scheibenartig-runder Gestalt.

 

Der lateinische Name Ptelea trifoliata nimmt Bezug auf die drei Fiederblättchen, die unpaarig, zwei gegenständig seitwärts, eins länger gestielt an der Spitze, die Blatt-Triebe bilden. Die Klee-Ulme gedeiht auf gut wasserdurchlässigen Sandböden und ist dabei recht trockenheitsresistent. In waldangrenzenden Flächen hat sie sich in Berlin durch Wildwuchs als Folge der Gartenflucht ausgebreitet.

Die Klee-Ulme bevorzugt schattige Standorte entlang von Waldrändern,  wo sie u.a. auf durchlässigen Sandböden gut gedeiht und Trockenheit toleriert. Dieser Kleinbaum verträgt sogar Vollschatten. Die Rinde der Klee-Ulme besitzt einen unangenehmen bitteren Geschmack. Die Ureinwohner Nordamerikas verwendeten diese zu medizinischen Zwecken.

 

 

 

verfasst und mit Fotos versehen von

Detlef Kirstein, Projektleiter „Natur im Kosmosviertel“