Baum-Vorstellung

 

heute: Die Eberesche (Vogelbeere)

 

In diesem Beitrag wird vorrangig die Eberesche, aber es werden auch ihre Verwandten, die Gewöhnliche Mehlbeere und die Schwedische Mehlbeere, vorgestellt.

 

Die Eberesche (Sorbus aucuparia) ist ein zur Familie der Rosengewächse gehörendes Gehölz. Sie ist nicht verwandt mit der Gemeinen Esche oder anderen echten Eschen, wie z.B. auch die bei uns in den Grünanlagen anzutreffende Blumenesche. Allein das fiederblättrige Laub hat der Eberesche, die auch Vogelbeere genannt wird, diese Bezeichnung eingebracht. Übrigens gibt es auch eine Blasenesche (Rispiger Blasenbaum), die ebenfalls keine wirkliche Esche ist, sondern ebenfalls durch ihr fiederblättriges Laub diese Bezeichnung erhielt.

Die Eberesche mag, klimatisch gesehen, eher kühle und relativ niederschlagsreiche Standorte. Was Mitteleuropa betrifft, ist sie bevorzugt in ihrem natürlichen Vorkommen in den höheren Lagen der Mittelgebirge anzutreffen, etwa im Bereich ab 600 m aufwärts. In den Alpen ist sie bis in die hochmontane Zone Bestandteil von Bergmischwäldern aus Fichten, Berg-Ahornen, Grauerlen in tieferen Bereichen und Grünerlen in höheren Lagen.

Die Eberesche wird als Baum nicht sehr groß. Stattliche Exemplare der Eberesche sind verglichen mit anderen Laubbaumarten der tieferen Lagen, wie Buchen, Eichen und auch Ahornen eher von kleinem Wuchs. Jedoch ist die Eberesche mit zunehmender Höhe in den Gebirgswäldern auffallender. Sie verträgt sauren Boden und kommt im Tiefland auch an Rändern von moorigen Heiden vor.

In Skandinavien ist die Eberesche in den Wäldern der tieferen Lagen recht häufig.

In Berlin und Brandenburg ist die Eberesche untergeordnet in den Forsten vorhanden. Trendmäßig kommt der Baum jedoch nicht mit der zunehmenden Trockenheit infolge der allgemeinen Klimaerwärmung zurecht. Die durch eine natürliche Kreuzung aus Eberesche und Gewöhnlicher Mehlbeere entstandene Schwedische Mehlbeere ist hingegen, so hat es sich bisher gezeigt, um einiges robuster, was Trockenheit und Wärme angeht. Daher ist die Schwedische Mehlbeere neben der Gewöhnlichen Mehlbeere als Straßenbaum, gerade auch in städtischen Gebieten, ein häufig angepflanzter Baum (Bilder 8 und 12).

Zur Gattung Sorbus behört übrigens auch der Speierling, ein selten gewordener und daher hohen Schutzstatus genießender Obstbaum.

Ähnlich wie die Eberesche in den berlin-brandenburgischen Forsten unter Klimastress leidet ist sie auch als Stadtbaum nur bedingt gedeihfähig. Im Kosmosviertel ist sie in den schattigeren Innenhöfen, die von 11-geschossigen Wohnblöcken umrahmt werden, so wie im Innenhof bei den Parkbereichen unweit des Familienzentrums (Bild 2), oder auf der Nordwestseite der Wohnblöcke zur Schönefelder Chaussee hin zu finden (Bilder 1, 3, 6 und 7a).

 

Bild 1: Ein kleines Exemplar einer Eberesche als Teil der Bepflanzung eines Innenhofs im zentralen Kosmosviertel. Anhand der sich ab August leuchtend orange und dann zum Herbst hin rot färbenden kleinen Apfelfrüchte, die in recht großen Rispen sitzen, ist der Baum gut zu bestimmen. Aufnahme: September 2022.

 

Bild 2: Bereits ab der zweiten Juli-Hälfte färben sich die vorher grünen Apfelfrüchte der Eberesche rötlich, zunächst in orangen Tönen, dann zum Herbst hin kräftig rot. Hier an einem Baum im Innenhof unweit des Familienzentrums im Kosmosviertel, Ende Juli 2023.

 

Bild 3: Die kräftig orange-roten Früchte der Eberesche, die an den Zweigen in großen Rispen sitzen, signalisieren ab dem Spätsommer die beginnende Zeit der Fruchtreife in der Natur. Hier an einem Baum im Kosmosviertel, Anfang September 2022. Im Hintergrund ist ein Spitz-Ahorn zu sehen.

 

Die Eberesche bildet fiederblättriges Laub aus (Bilder 4 bis 6). Die Fiederblätter stehen wechselständig an den Zweigen und sind bis zu 20 cm lang. Die Anzahl der Teilblättchen bzw. Fiederblättchen an ihnen beträgt zwischen 9 und 17, immer ungerade mit dem Spitzenblättchen gerechnet (unpaarig). Die Fiederblättchen sind bis zu 6 cm lang. Ausgenommen vom Spitzenblättchen sind jeweils zwei Blättchen seitlich gegenüberliegend positioniert, wobei diese und das Spitzenblättchen jeweils von einer stielartigen Unterbrechung voneinander getrennt sind (Bilder 3 bis 5). Die Blattränder sind auffallend gesägt. Wogegen die Oberseiten der Fiederblättchen spärlig behaart sind, sind die Unterseiten blaugrün, was durch eine weißfilzige Behaarung verursacht ist. Diese filzige Behaarung ist bei jung austreibenden Blättern im Mai noch stärker ausgeprägt und geht allmählich zum Sommer hin zurück.

 

Blüten

 

Die Blütezeit der Eberesche beginnt ab Ende April und zieht sich in die erste Mai-Hälfte hinein.

Die Blüten, die zwittrig sind, stehen zahlreich in breiten Schirmrispen. Der Holunder hat noch breitere und flachere Schirmrispen. Die Einzelblüten der Eberesche sind fünfzählig wie bei allen wilden Rosengewächsen (fünf Kron- und fünf Kelchblätter radialstrahlig angeordnet). Fünf weiße bis cremefarbene und abgerundete Kronblätter umrahmen den Kelch mit dem Fruchtknoten, dem länglichen grünlichen Griffel mit der Narbe und den Staubblättern. Die vielzähligen Staubblätter ragen weit aus der Blüte, wobei rosa-violette Staubbeutel an den Enden weißer Fäden hängen. Die Kelchblätter, unterseits der Blüte, sind graufilzig. Der Geruch der Blüten ist leicht fischig und eher unangenehm. Zu den bestäubenden Insekten gehören neben Bienen und Hummeln auch Aasfliegen wie beispielsweise die Goldfliege und daneben zahlreiche Käfer (Bild 3).

 

Das Bild zeigt die Blütenrispe an einem kleinen Baum einer Eberesche an den Müggelbergen. Die in mehrere Abschnitte strukturierten Schirmrispen zählen insgesamt mehr Einzelblüten als die der Mehlbeeren. Mai 2021. Zu den bestäubenden Insekten gehören auch verschiedene Käferarten. Der Geruch der Blüten ist süßlich-fischig.

Bild 4: Die Blütenrispe an einem kleinen Baum einer Eberesche an den Müggelbergen. Die in mehrere Abschnitte strukturierten Schirmrispen zählen insgesamt mehr Einzelblüten als die der Mehlbeeren. Mai 2021. Zu den bestäubenden Insekten gehören auch verschiedene Käferarten. Der Geruch der Blüten ist süßlich-fischig.

 

Das Bild zeigt die der Schwedischen Mehlbeere sehr ähnlich sehenden Blütenrispen einer Eberesche, aus fünfzählig mit weißen Kronblättern versehenen Einzelblüten. Die Staubblätter besitzen weiße Staubfäden und gelbe Staubbeutel. Hier an einem Baum im Kosmosviertel.

Bild 5: Die der Schwedischen Mehlbeere sehr ähnlich sehenden Blütenrispen einer Eberesche, bestehend aus fünfzählig mit weißen Kronblättern versehenen Einzelblüten. Die Staubblätter besitzen weiße Staubfäden und gelbe Staubbeutel. Hier an einem Baum im Kosmosviertel.

 

 

Früchte

 

Die kugeligen Früchte der Eberesche entwickeln sich nach der Blüte ab dem Mai, wobei sie bis in die ersten Sommermonate hinein grün sind. Sie sitzen in stark verzweigen Rispen (Bild 5). Im Laufe des Augusts ist eine zunächst gelb-orange Verfärbung festzustellen, die dann in eine zunehmend stärkere Rottönung übergeht. Im September sind die Früchte leuchtend rotorange (Bilder 1 – 3, 6 – 7a/b) und zum Oktoberende oft schon fast dunkelrot (Bild 7b), jedoch nicht so dunkelrot wie die ähnlich wirkenden Früchte des Weißdorns. Von der Größe her etwa 1 cm im Durchmesser erreichend sind die Früchte der Eberesche wie die der Gewöhnlichen Mehlbeere und der Schwedischen Mehlbeere kleine Apfelfrüchte, ausgestattet mit mehreren bis zu 6 mm langen, braunschwarzen Samen. Die Früchte sind streng genommen keine Beeren, wie vielleicht manchmal angenommen wird. Sie sind sauer, aber auch sehr bitter und enthalten neben einem hohen Anteil an Ascorbin-Säure (Vitamin C) auch die giftige Parasorbinsäure, die für den bitteren Geschmack verantwortlich ist. Diese führt bei rohem Verzehr größerer Mengen zu Unwohlsein und zu Vergiftungserscheinungen. Beim Erhitzen oder durch Frosteinwirkung wird diese Säure abgebaut. So werden aus den Früchten z.B. Marmelade hergestellt. Bis in den Winter nach Frostperioden an den Bäumen sitzende Früchte sind dann auch weitgehend frei von Parasorbinsäure.

Der Name „Eberesche“ kommt wahrscheinlich daher, dass die Früchte früher zur Schweinemast genutzt wurden. Die an die Esche erinnernde Fiederblättrigkeit ist dabei im Namen eingegangen. Auch das Wort „Aber“ kann für „Eber“ stehen, das „falsch, unecht“ bedeuten könnte, also im Sinne „keine richtige Esche“.

Vögel nutzen die Früchte durchaus als Nahrung und tragen auf diese Weise zur Verbreitung der Samen bei. Im Volksmund sind so die Namen „Vogelbeere“ oder „Vogelbeerbaum“ gebräuchlich.

 

Bild 6: Die zahlreich in den Fruchtständen sitzenden kleinen Früchte der Eberesche sind kleine Apfelfrüchte, die mehrere Kerne aufweisen, welche die Samen enthalten. Das Fruchtfleisch besitzt einen hohen Ascorbin-Gehalt (Vitamin C), aber auch die giftige Parasorbinsäure, die sie sehr bitter macht. Zur vollen Reife ab Oktober sind sie abgekocht genießbar. Die Fruchtstände mit ihren Verzweigungen werden Rispen genannt. Hier an einem Baum im Kosmosviertel, Anfang September 2022.

 

Bild 7a: In den von hohen Wohnblöcken umrahmten Innenhofbereichen im zentralen Abschnitt des Kosmosviertels haben die zunehmend trockener und wärmer werdenden Sommer noch nicht einen solchen Einfluss auf die Schädigung der Ebereschen. Hier stehen einige Exemplare. Ab August werden die sich rotorange färbenden Apfelfrüchte auffällig. Aufnahme Anfang September 2022.

 

Das Bild zeigt die im Herbst auffallenden, kräftig rot gefärbten Früchte einer Eberesche (Vogelbeere) an der Schönefelder Chaussee im Kosmosviertel. Die kleinen Apfelfrüchte sitzen dicht in großer Zahl in Rispen.

Bild 7b: Die im Herbst auffallenden, kräftig rot gefärbten Früchte einer Eberesche (Vogelbeere) an der Schönefelder Chaussee im Kosmosviertel. Die kleinen Apfelfrüchte sitzen dicht in großer Zahl in Rispen. Hier im Oktober 2020.

 

 

Mit der Eberesche nah verwandte Gehölze

 

 

Gewöhnliche Mehlbeere

 

Den Namen „Mehlbeere“ trägt nicht nur diese, sondern auch die durch natürliche Kreuzungen aus Gewöhnlicher Mehlbeere und Eberesche entstandenen, selbst fortpflanzungsfähigen Arten wie die Schwedische Mehlbeere und die Vogesen-Mehlbeere.

Im Gegensatz zur Eberesche, deren Vorkommen bis nach Skandinavien reicht, ist die Gewöhnliche Mehlbeere (Sorbus aria) dort nicht zu finden. Dagegen ist die Schwedische Mehlbeere im südlichen Teil Skandinaviens, Süd- und Mittelschweden, vorhanden. Die Gewöhnliche Mehlbeere ist auch auf den britischen Inseln verbreitet. Sie fehlt in Südosteuropa, ist aber in Westeuropa bis nach Nordafrika zu finden, wobei sie ebenfalls wie die Eberesche bevorzugt in den Wäldern der Mittelgebirge und in der hochmontanen Stufe der Hochgebirge, etwa bis 1700 m, in den Alpen und Pyrenäen vorkommt.

Die Blütezeit der Gewöhnlichen Mehlbeere ist auch im mittel- und norddeutschen Flachland mit Ende Mai deutlich später als die der Eberesche und der Schwedischen Mehlbeere (Bilder 8 und 9). Oft blüht die Gewöhnliche Mehlbeere bis in den Juni hinein.

Die Laubblätter der Gewöhnlichen Mehlbeere sind von der Gesamtform her breit eiförmig. Die Blattränder sind gesägt (Bild 10). Die schwache Ausbildung leicht vorstehender Lappen mit Einkerbungen zwischen ihnen ist wesentlich geringer ausgebildet als bei den Laubblättern der Schwedischen Mehlbeere. Eine weißfilzige Behaarung der Blattunterseiten ist für die Laubblätter der Gewöhnlichen Mehlbeere sehr typisch. Im Frühjahr sind außerdem die Blattoberseiten zunächst silbrig behaart, verkahlen aber später, wogegen die Unterseiten ihre weiß-filzige Behaarung beibehalten.

 

Bild 8: Die Gewöhnliche Mehlbeere blüht um einiges später als die Eberesche (Vogelbeere). Ihre Blütezeit ist erst in der zweiten Mai-Hälfte, wogegen die Eberesche im Schnitt in der ersten Mai-Hälfte blüht. Die Schwedische Mehlbeere beginnt bereits Ende April mit ihrer Blüte. Das Foto zeigt Gewöhnliche Mehlbeeren an der Straße zum Pegasuseck im Kosmosviertel, Mai 2020.

 

Die Blüten der Gewöhnlichen Mehlbeere sehen denen der Eberesche recht ähnlich (Bild 9). Sie sitzen ebenfalls in Rispen, jedoch ist die Anzahl der Einzelblüten bei dieser, verglichen mit der Ebersche und der Schwedischen Mehlbeere, am geringsten. Die Einzelblüten besitzen ebenfalls fünf weiße, an den Rändern abgerundete Kronblätter und deutlich herausstehende Staubblätter mit orange-gelblichen Staubbeuteln an weißen Fäden. Ist der Pollen nach deren Aufplatzen ausgetreten, sind dunkelgrünliche Beutelrückstände übrig.

 

Bild 9: Die Blütenrispen der Gewöhnlichen Mehlbeere sowie ihre Einzelblüten sehen der der Eberesche sehr ähnlich. Jedoch ist die Anzahl der Einzelblüten auf den Rispen geringer als bei der Eberesche. Hier die mit den typischen weißen Kronblättern ausgestatteten zwittrigen Blüten an einer Gewöhnlichen Mehlbeere an der Venusstraße, Zufahrt zum Pegasuseck, Ende Mai 2020.

 

Die Gewöhnliche Mehlbeere bildet wie die Eberesche kleine Apfelfrüchte aus, die zur Reifezeit hin kräftig rot bis dunkelrot gefärbt sind (Bild 10). Insgesamt sitzen von der Anzahl her weniger Früchte, auch nach entsprechender Befruchtung und voller Bestückung, in den Rispen als in denen der Eberesche (Bilder 5 und 7).

 

Das Bild zeigt die kleinen, kräftig rot gefärbten Apfelfrüchte an einer Gewöhnlichen Mehlbeere im Landschaftspark westlich unweit des Kosmosviertels. Hier Ende Oktober 2020.

Bild 10: Die kleinen, kräftig rot gefärbten Apfelfrüchte an einer Gewöhnlichen Mehlbeere im Landschaftspark westlich unweit des Kosmosviertels. Gut zu sehen sind die fein gesägten Laubblatt-Ränder. Die Aufnahme erfolgte Ende Oktober 2020.

 

Das Bild zeigt die roten, in Rispen sitzenden Apfelfrüchte einer Gewöhnlichen Mehlbeere als Straßenrandbepflanzung am Pegasuseck/Einmündung Venusstraße im Kosmosviertel.

Bild 11: Die roten, in Rispen sitzenden Apfelfrüchte einer Gewöhnlichen Mehlbeere als Straßenrandbepflanzung am Pegasuseck/Einmündung Venusstraße im Kosmosviertel.

 

 

Schwedische Mehlbeere

 

Die Schwedische Mehlbeere (Sorbus intermedia) ist wie auch die Vogesen-Mehlbeere durch natürliche Kreuzung aus Eberesche und Gewöhnlicher Mehlbeere entstanden. Dies zeigt sich sehr deutlich an ihrer Laubblatt-Gestalt. Die an der Eberesche auftretenden Fiederblätter mit den seitlich ansitzenden Fiederblättchen mit ihren gesägten Blatträndern sind zu einem Blatt verschmolzen, wobei jedoch noch recht regelmäßige seitliche Lappen und Einkerbungen auftreten, die ihre Herkunft den Blättern der Ebereche verdanken (Bilder 13 und 14). Die Blattformen vereinen die Merkmale der Laubblätter der Gewöhnlichen Mehlbeere und der Eberesche. Die einzelnen Fiederblättchen der Eberesche sind quasi zu einem zweizeilig regelmäßig gelappten Blatt zusammengewachsen. Gerade an der Blattbasis mancher Laubblätter der Schwedischen Mehlbeere sind Einzelblättchen manchmal noch ausgebildet (Bild 14).

 

Bild 12: Im Kosmosviertel sind in verschiedenen Innenhof-Arealen Gruppen von Schwedischen Mehlbeeren zu finden. Zur Blütezeit Anfang Mai fallen ihre weißen Blütenrispen in Erscheinung. Hier im Mai 2022 im Innenhofbereich am Bürgerhaus.

 

Die Schwedische Mehlbeere blüht recht zeitig, im Flachland oft schon ab der zweiten April-Hälfte, kurz nach oder während des Laubaustriebs (Bilder 12, 13 und 15). Dies ist ein Unterschied zur Gewöhnlichen Mehlbeere. Auch ist die Anzahl der Einzelblüten der Schwedischen Mehlbeere höher als bei der Gewöhnliche Mehlbeere, auch wenn nicht ganz so hoch wie bei der Eberesche. Zusammen mit der schneeweißen Farbe, ähnlich wie bei der Gewöhnlichen Mehlbeere, ist die Schwedische Mehlbeere ein beliebtes Gehölz, welches wegen seiner Blütenpracht häufig in städtischen Grünanlagen, so z.B. als Straßenrandbepflanzung, zu sehen ist. Auch die Robustheit gegenüber dem städtischen Klima trägt zu ihrer steigenden Beliebtheit bei (Bilder 12 und 15).

 

Bild 13: Die Schwedische Mehlbeere blüht bei uns in Mitteleuropa bereits ab Anfang Mai, somit früher als die Eberesche und die Gewöhnliche Mehlbeere. Rispe mit sich öffnenden schneeweißen Blüten an einem Baum im Innenhofbereich am Bürgerhaus im Kosmosviertel, Mai 2022.

 

Das Bild zeigt die Laubblätter an einer Schwedischen Mehlbeere im Kosmosviertel nach dem Mai-Austrieb. Die Blattformen vereinen die Merkmale der Laubblätter der Gewöhnlichen Mehlbeere und der Eberesche. Die einzelnen Fiederblättchen der Eberesche sind quasi zu einem zweizeilig regelmäßig gelappten Blatt zusammengewachsen. Vor dem Bürgerhaus, Mai 2021.

Bild 14: Die Laubblätter an einer Schwedischen Mehlbeere im Kosmosviertel nach dem Mai-Austrieb. Die Blattformen vereinen die Merkmale der Laubblätter der Gewöhnlichen Mehlbeere und der Eberesche. Die einzelnen Fiederblättchen der Eberesche sind quasi zu einem zweizeilig regelmäßig gelappten Blatt zusammengewachsen. Gerade an der Blattbasis sind Einzelblättchen manchmal noch ausgebildet. Vor dem Bürgerhaus, Mai 2021.

 

Das Bild zeigt eine Gruppe Schwedischer Mehlbeeren zur Blütezeit im Mai 2021. Hier im Innenhof des Wohnbereichs an der Ortolfstraße/Ecke Siriusstraße im Kosmosviertel.

Bild 15: Eine Gruppe Schwedischer Mehlbeeren zur Blütezeit im Mai 2021. Hier im Innenhof des Wohnbereichs an der Ortolfstraße/Ecke Siriusstraße im Kosmosviertel.

 

Das Bild zeigt die kleinen, rot-orange gefärbten Apfelfrüchte an einer Schwedischen Mehlbeere im Kosmosviertel. Die Aufnahme entstand im September.

Bild 16: Kleine, rot-orange gefärbte Apfelfrüchte an einer Schwedischen Mehlbeere im Kosmosviertel. Die Aufnahme entstand im September.

 

verfasst und mit Fotos versehen von

Detlef Kirstein (Projekt „Natur im Kosmosviertel“)